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Entlang der Bode (45)

Natur, Tradition und Erfindergeist vom Brocken bis Thale – Orte, Talsperren und Geschichten aus dem Buch „Wunder verbinden“. Wasser. Das Wasser. Quell allen Lebens, älter als unser Heimatplanet. Im Meer beginnt der ewige Kreislauf des Wassers. Es ist Regen, Tau, Wolken, Nebel und Dunst. Es ist Fluß und sprudelnder Bergbach. Wir missen es, wenn uns dürstet. Wir fürchten es, schwillt es zur Flut. Wir lassen es über unsere Hände fließen: Jeder Tropfen ist Milliarden Jahre alt. Wasser: Welch ein Geschenk!

Stein. Gestein. Vulkangeboren aus dem Meer. Sich türmend, in Schwellen aufsteigend, abgetragen und wieder emporgehoben. Ein Gebirge, mitten in Europa. Wilde Wasser graben sich tief in die Gebirgsfalten, Regen fällt dicht. Der Bergwald ist undurchdringlich. Rauh und herb. Das ist der Harz.

Der frühe Mensch betritt das Gebirge, jagt Höhlenbären und Auerochsen. Keltische Stätten im Harzvorland und germanische Kultorte sind überkommen. Das Gebirge wird besiedelt. Zum Ort der Geschichte wird der Harz mit Karl dem Großen und Heinrich dem Vogler. Franken und Sachsen errichten in der Harzregion die Wiege eines neuen Staatswesens.

Nun greift die Zivilisation nach dem Gebirge. An den Flüssen wird Erz gefördert und das Wasser gebändigt. Der Erfindergeist des Menschen verändert und formt die Natur. Was braucht man? Einen Platz zum Leben, eine Heimat. In Respekt vor der Natur und den Bedürfnissen der Menschen.

Der Lauf des Wassers

Entlang der Bode · Brocken Das Brockenmassiv und die Große Bode Als Regenfänger zwingt der Brocken die Wolken von Atlantik und Nordsee zum Abregnen – und knapp unterhalb seines Gipfels quillt die Große Bode jungfräulich aus dem Moor.
Entlang der Bode · Braunlage Braunlage – Das Herz im Harz Die ersten Skier nach norwegischem Vorbild, der Wildererstein des Stülpner-Karl und 18.000 Besucher an einem Sonntag im November 1989: Braunlage hat mehr zu erzählen als Wintersport.
Entlang der Bode · Sorge Sorge – Ohne Sorgen Wo einst die innerdeutsche Grenze verlief, wartet heute ein Stempelkasten der Harzer Wandernadel – und mit etwas Glück dampft die Harzquerbahn vorbei.
Entlang der Bode · Tanne Tanne – Mit Kuh zum Ball Brockentorte, Skifasching und ein Kuhball mit Viehaustrieb des Roten Höhenviehs: Das kleine Tanne feiert seine Feste auf ganz eigene Art.
Entlang der Bode · Schierke Schierke: Vom Waldarbeiterdorf zum St. Moritz des Nordens Wie ein liebliches Mägdlein fließt die Kalte Bode nach Schierke, das sich vom Waldarbeiterdorf zum „St. Moritz des Nordens“ mauserte und sogar um Olympische Winterspiele bewarb.
Entlang der Bode · Schierke Schierke: Feuerstein, Brocken und Goethe Ein Apotheker, ein Kräuterlikör und ein spöttischer Grabspruch: Die Geschichte des Schierker Feuersteins führt bis hinauf zum Brocken und hinab ins Elendstal zu Goethes Faust.
Entlang der Bode · Elend Elend – Wald, Wald, Walpurgis Schwarzes Bilsenkraut, ein Bier aus Pilsen und die kleinste Holzkirche Deutschlands mit verrollbarem Altar: In Elend lüftet sich das Geheimnis der Harzer Hexen.
Entlang der Bode · Mandelholz Mandelholz – Eine alte Schmelzhütte Schafe pflegen heute den Staudamm von Mandelholz – doch schon vor Jahrhunderten bändigten Bergleute hier das Wasser, bis 1855 ein Damm dem Hochwasser nicht mehr standhielt.
Entlang der Bode · Königshütte Königshütte – Hier fließt zusammen, was zusammengehört Warum die Warme Bode eigentlich nur im Hochsommer wärmer ist als ihre Schwester und weshalb bei Königshütte Bodewasser durch einen Stollen in ein anderes Tal reist.
Entlang der Bode Susenburg – Trutzburg im Harzgau Zehn Burgen bewachten einst das Bodetal, und in der verschollenen Pfalz Bodfeld weilten 17 gekrönte Häupter – ein Kaiser starb hier in den Armen des Papstes.
Entlang der Bode · Rübeland Rübeland: Schwefelkies, Kalk und die Sprache der Bergleute Bis zu 460 Meter tief holten Bergleute bei Rübeland Schwefelkies aus dem Berg und stießen dabei auf Kristallschlotten, die „Blumen des Bergwerks“.
Entlang der Bode · Rübeland Rübeland: Tropfsteinhöhlen, Bergkönigin und Blauer See Tropfsteine, eine Kristallkammer, die steilste normalspurige Adhäsionsbahn Europas und ein See, so blau wie in einem Winnetou-Film: Rübeland steckt voller Wunder.
Entlang der Bode · Neuwerk Neuwerk – Krockstein, Grasedanz und Harzer Platt Caspar David Friedrich skizzierte am Krockstein, Harzschützen klopften ihr geheimes Zeichen auf den Tisch, und beim Grasedanz haben die Frauen zwei Tage lang das Sagen.
Entlang der Bode · Rappbode Am Langen Hals und die Rappbode Am Langen Hals vereinigen sich Bode und Rappbode zum „Bode-Eck“ – und nur eine Straßenbreite trennt die Rappbodequelle von der Zorge, die nach Thüringen abfließt.
Entlang der Bode · Benneckenstein Benneckenstein: Finkenmanöver und die Kiepenfrau im Schnee Beim Finkenmanöver zählen Kampfrichter die Schläge singender Finken, und der Ortsname soll auf eine eingeschneite Kiepenfrau zurückgehen: „Benn ek en Stein?“
Entlang der Bode · Benneckenstein Benneckenstein: Hackus un Knieste und die Harzer Küche Ein Harzer Original erklärt die Harzer Küche von Klump bis Schiebensuppe – und verrät, wie das Nationalgericht Hackus un Knieste richtig zubereitet wird.
Entlang der Bode · Trautenstein Trautenstein – Bullarsch, Raben und Druiden Warum die Trautensteiner Raben genannt werden, wo der Bullarsch liegt und weshalb die Rappbodevorsperre hinter dem Ort dauerhaft im Vollstau betrieben wird.
Entlang der Bode · Stiege Stiege – Harzer Käse, Harzer Luft, Harzer Holzkirche Harzer Käse oder Harzkäse? Eine Eloge auf den berühmt-berüchtigten „Harzer“, ein Rezept für Harzkäseschnitzel und eine nordische Stabkirche am Bahnhof Stiege.
Entlang der Bode · Hasselfelde Hasselfelde – Holzkohlemeiler am Stemberg Am Stemberg dampfen noch heute die Holzkohlemeiler, und wenn es nachts plötzlich nach Kaminrauch riecht, heißt es für den Köhler: aufstehen und den Meiler retten!
Entlang der Bode Trinkwasser aus dem Bodewerk – Hier trinkt das Land Mehr als eine Million Menschen zwischen Harz, Magdeburg und Leipzig trinken Wasser aus der Rappbodetalsperre – entnommen aus einer kalten Tiefenschicht von annähernd 4 °C.

Ingenium – Das Bodewerk

Beliebt
Entlang der Bode · Rappbodetalsperre Der große Bau der Rappbodetalsperre: Von der Utopie zum Talsperrensystem 150 Meter hoch sollte die Mauer werden, die Ferdinand Arnecke 1891 im Bodetal plante – bis aus der kühnen Utopie die Idee eines ganzen Systems von Talsperren wurde.
Entlang der Bode · Rappbodetalsperre Der große Bau der Rappbodetalsperre: Ringen um das Bodewasser Mittellandkanal, Salzgitter, Arbeitsbeschaffung: Jahrzehntelang meldeten andere Ansprüche auf das Bodewasser an, bevor 1938 endlich der Plan für das Bodewerk genehmigt wurde.
Entlang der Bode · Rappbodetalsperre Der große Bau der Rappbodetalsperre: Baustart 1938 Keine Straße, kaum Arbeitskräfte, dafür eine 3,7 Kilometer lange Seilbahn für den Zement: So begann 1938 in einer der entlegensten Ecken des Harzes die größte aller Baustellen.
Entlang der Bode · Rappbodetalsperre Der große Bau der Rappbodetalsperre: Die Baustelle im Krieg „Der Bode-Talsperrenbau hat begonnen!“, meldeten die Zeitungen 1938 – doch Zwangsarbeit, Krieg und der Baustopp von 1942 prägten die ersten Jahre an der Rappbode.
Entlang der Bode · Rappbodetalsperre Der große Bau der Rappbodetalsperre: Neubeginn nach 1945 Hüttenzement statt Scherbeneis: Nach 1945 wurden die Pläne neu durchdacht, während ein Oberingenieur die stillgelegte Baustelle gegen Diebe verteidigte.
Entlang der Bode · Rappbodetalsperre Der große Bau der Rappbodetalsperre: Grundsteinlegung und Betonrekord Mit einem Taxi fuhren Vertreter der Baustelle nach Berlin, um Geld für den Weiterbau zu erhandeln – 1952 folgte die festliche Grundsteinlegung und bald ein gesamtdeutscher Betonrekord.
Entlang der Bode · Rappbodetalsperre Der große Bau der Rappbodetalsperre: Block für Block zur Staumauer Zwei Millionen Tonnen Diabas, Betonblöcke von 16 mal 16 Metern und 4000 Treppenstufen im Inneren: So wuchs die Staumauer Feld für Feld in die Höhe.
Entlang der Bode · Rappbodetalsperre Der große Bau der Rappbodetalsperre: Das Werk ist vollbracht Am 4. Oktober 1959 war das große Werk vollbracht und wurde wie ein Volksfest gefeiert – heute ist die Rappbodetalsperre ein Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst.
Entlang der Bode · Rappbodetalsperre Im Bauch der Staumauer 1200 Meter Schächte, 2400 Meter Gänge und 4000 Treppenstufen: Eine Bildstrecke führt hinein in das Innere der Rappbodetalsperre.
Entlang der Bode · Rappbodetalsperre Tunnel und Stollen: Überleitungsstollen, Umlaufstollen und Straßentunnel Unauffällig, aber unverzichtbar: Ohne den Überleitungsstollen von Königshütte käme die Rappbodetalsperre nie zu ihrem Wasser, und ihr Straßentunnel wurde international beachtet.
Entlang der Bode · Rappbodetalsperre Tunnel und Stollen: Der Trinkwasserstollen nach Wienrode Von der Staumauer bis nach Wienrode reist das Trinkwasser durch Rohre und einen Stollen aus 1250 Betonringen, der nach fünfzig Jahren Betrieb keinen Verschleiß zeigte.
Entlang der Bode · Rappbodetalsperre Mauer und Make-Up der Rappbodetalsperre Graffiti an der Staumauer? Mit Hochdruckreinigern trugen Kletterer den Schmutz von 65 Jahren ab – übrig blieben Schmetterlinge auf 40.000 Quadratmetern Beton.

Harzdrenalin

Das Bodetal – Grand Canyon des Harzgebirges

Entlang der Bode · Bodetal Das Bodetal – Grand Canyon des Harzgebirges Am Tor zum wildesten Bodeabschnitt wird mit Wendefurther Gerüchten aufgeräumt – und erzählt, wie 1945 Sherman-Panzer zur Hilfsbrücke über die Bode wurden.
Entlang der Bode · Altenbrak Altenbrak – Jodlermeister, Bergschwimmbad und Werner Holt Ein Jodlermeister, die Hennebergschen Puppenstuben und ein Hotelier, der seine Liegewiese mit einem einzigen Schild vor Fremden schützte.
Entlang der Bode · Treseburg Treseburg – Katzenaugen, Bachforellen, Hovawarte In Treseburg wurde der Hovawart zurückgezüchtet, kamen 1945 Waschbären frei, die heute den Harz bevölkern, und fand man einst grün schillernde Katzenaugen.
Entlang der Bode · Luppbode An der Luppbode Die Luppbode ist die letzte der Bodeschwestern – und an ihrem Zufluss Tiefenbach lag eine Grube, deren Gold die Reichsbank als Reserve führte.
Entlang der Bode · Bodetal Das große Abenteuer der Bode: Felsen, Eiben und der Kästenfall Zwischen Treseburg und Thale gräbt sich die Bode in den Grand Canyon des Harzes – mit Feuersalamandern, Mufflons und der uralten Humboldt-Eibe im Kästental.
Entlang der Bode · Bodetal Das große Abenteuer der Bode: Heuscheune, Katzenaugen und Bodekessel In der Heuscheune brauten der Teufel und seine Großmutter Punsch, bis ein Katzenauge bis nach Treseburg flog – wo man solche Steine mit etwas Glück noch heute findet.
Entlang der Bode · Neuwerk Die rasende Bode: Das Silvesterhochwasser 1925/26 Föhn, Dauerregen und bis zu 1,50 Meter Schnee am Brocken: Silvester 1925 wurde die Bode zur Flutwelle – und zwei Hovawarts retteten einen Jungen aus dem Hotel Königsruhe.
Entlang der Bode · Neuwerk Die rasende Bode: Von der Eisfahrt zum Bodewerk Nachtwächter mit Feuerwehrhorn, Männer mit Stangen an den Brücken: Erst das Bodewerk zähmte Eisfahrt und Fluten – auch wenn 1994 die Talsperren überliefen.
Entlang der Bode · Bodekessel Wanderung durchs Bodetal – von der Teufelsbrücke bis zur Jungfernbrücke Über die Schurre hinauf zur Roßtrappe, vorbei an Zinnoberhöhle und Goethe-Felsen bis zur Jungfernbrücke, die erstaunlicherweise bislang nicht zusammengebrochen ist.
Entlang der Bode · Thale Thale: Hexentanzplatz und Roßtrappe Mit der Seilbahn hinauf zum Hexentanzplatz und hinüber zur Roßtrappe, wo das Ross der Riesentochter Brunhilde seinen Hufabdruck im Granit hinterlassen haben soll.
Entlang der Bode · Thale Thale: Mythenweg und Teufelsmauer Midgardschlange, Nidhögg und Wodans Raben säumen den Mythenweg in Thale, und an der Teufelsmauer scheiterte der Teufel an einem verfrühten Hahnenschrei.
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