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Entlang der Bode · Rappbode

Am Langen Hals und die Rappbode

Am Langen Hals vereinigen sich Bode und Rappbode zum „Bode-Eck“ – und nur eine Straßenbreite trennt die Rappbodequelle von der Zorge, die nach Thüringen abfließt.

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Am Langen Hals und die Rappbode

Am Langen Hals geschehen nun der Zusammenlauf und die Vermischung der Wasser von ‚Haupt‘bode und aus dem Talsperrenablaß. Durch die Wiedervereinigung aller Bodewasser ist im Hinblick auf die Gesamtwasserbilanz mit Erreichen der Wendefurther Sperre der alte Zustand von vor dem Talsperrenbau wieder erreicht. Das verwirrende System der Um- und Überleitungen, Flußteilungen und Zusammenführungen findet hier sein Ende. Der Nickelsberg schiebt sich mächtig ins Bodeprofil; sein östlicher Ausläufer ist der „Lange Hals“. Hier nun vereinigen sich Bode und Rappbode; ableitend vom bekannten „Deutschen Eck“ in Koblenz, wäre hier also augenzwinkernd ein „Bode-Eck“ angemessen; freilich nur ideell.

An diesem wassertechnischen Knotenpunkt muß der Bodeschwestern Rappbode und Hassel gedacht werden, deren Wässer unterwegs aufgenommen wurden.

Die Quelltöpfe der Rappbode
Die Quelltöpfe der Rappbode

Die muntere Rappbode, die ‚schnelle Bode‘, entspringt südlich der Orte Hohegeiß und Benneckenstein, je nach Betrachtungsweise auf alle Fälle unmittelbar östlich der Bundestraße 4 im Roten Bruch. Wenige Meter weiter westlich der B 4 liegen die Quellen der Zorge, die nach Thüringen abfließt. Nur eine Straßenbreite entschied also über den Namen „Rappbode“-Talsperre, leicht hätte es auch ein anderer werden können! Es ist zu begrüßen, daß sich die junge Rappbode gen Osten wandte.

Da wir hier im Dreiländereck sind, käme auch Niedersachsen als Abfluß in Betracht, doch bekanntlich fließt Wasser nicht bergauf. In unzähligen Mäandern strömt also die junge Rappbode dem nächsten Orte zu. Kein großer Fluß; eher ein Rinnsal, aber wildromantisch, wie die anderen Bodeschwestern. Im Frühjahr aber kann sie schon mal auf das Zehnfache anschwellen. Das bereitet der Stadt Benneckenstein stets großen Kummer.

Am Langen Hals und die Rappbode

Aus dem Buch: Wunder verbinden, S. 79–82

Buch: Wunder verbinden

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