Entlang der Bode · Luppbode
An der Luppbode
Die Luppbode ist die letzte der Bodeschwestern – und an ihrem Zufluss Tiefenbach lag eine Grube, deren Gold die Reichsbank als Reserve führte.
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Die Luppbode ist das letzte Mitglied der Familie Bode, das von seinen Schwestern in den gemeinsamen Reigen aufgenommen wird. Aus dem Kleinen Klingengrund bei Allrode strebt sie, immer die Landstraße begleitend, zwischendurch noch den Tiefenbach aufnehmend, Treseburg zu; wo das Flüßchen Luppbode, also kleine Bode, mit der Hauptbode verschmilzt. Wer den Tiefenbach hin zum Oberlauf verfolgt, trifft auf das alte Grubenfeld „Glückauf Tiefenbach“ mit Schacht „Max“ und Schacht „Johanna“. In einem Geheimgutachten der Reichsbank von 1926 über diese kleinen Gruben ist die Rede von beachtlichen Goldgehalten im dortigen Fördererz, vorwiegend Schwefel- und Kupferkies. Die Schwankungsbreite lag von 3,7 g bis zu 40 g Au/t. Dieses Vorkommen von Kupferkies und Pyrit wurde seit 1925 auf der Reichsbankliste der deutschen Goldlagerstätten geführt und stand somit unter Aufsicht und Vorbehalt der Reichsbank. Abgebaut wurde indes kein Gold, es diente nur als „Reserve“.
Aus dem Buch: Wunder verbinden, S. 190–194

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