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Harzer

Luise Bussert

Künstlerin und Illustratorin aus dem Harz

In der Ausstellung „Mal’ Mythos, mal’ Traum“ sind unter anderem Illustrationen der Künstlerin zum Band „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ und gestaltete Traumbilder zu sehen. Luisens in der Ausstellung vorgestellte Arbeiten scheinen zugleich ihrer Werkstatt entnommen – die Schau hat Werkcharakter. Ihre großformatigen Pappen mit einem starken Farbauftrag bestechen im ersten Anschauen durch ein anarchisches Zusammen von Form und Material. Genau so entstehen die großformatigen Collagen.

Luise verwendet neben der Leinwand auch Stoffe und Acessoires. Dann werden Farbkompositionen aufgebaut, Farbthemen profiliert. Das sei, sagt die junge Künstlerin, schon ein erstes sinnliches Vergnügen. Damit nicht genug, werden die entstehenden Werke auch gern Witterungseinflüssen ausgesetzt – Regen verleiht den verwendeten Farben einen aquarellierenden Effekt. Diese Farbverläufe schaffen Übergänge, bieten Korrespondenzen, lassen Nebeltäler zwischen den zuweilen schroffen Farbgebirgen entstehen.

Dann, in einer zweiten Phase, sieht die Malerin den Material- und Farbmix noch einmal neu, gewissermaßen mit einem geschärften Auge. Und plötzlich werden Strukturen sichtbar: Figurationen, absonderliche Geschöpfe schälen sich aus dem Strukturen heraus. Sie benötigen Profil – mit einem Fineliner oder spitzigen Werkzeugen hebt Luise sie aus der Formanarchie heraus. Gegenständliches, oft Landschaften, Stilleben ergänzen die Szenerie. Antiziperte Geschöpfe der Phantasie und des Traums, der Strom ikonographischer Traditionsverweise und die Forderungen des Materials geben sich ein Gewand. Aber längst nicht alles ist so geplant gewesen.

Es ist etwas Herbes im individuellen Stil der Künstlerin, was daraus entsteht. Miniaturen sind zu entdecken, aber sie wirken nicht niedlich oder knuddlig. Pittoresk sind sie gleichwohl, zuweilen grotesk. Aber zugleich kann man Traum-Miniaturen entdecken, die ein berührendes Momentum einfrieren, einen Augenblick zwischen Erinnerung und Traum.

So ist es auch kein Wunder, daß Luisens Illustrationen zu den Sagen und Mythen aus dem Harz die Schattengestalten des schroffen Gebirges versammeln: Hexen, zwielichtige Zwerge, Beelzebub persönlich. Aber wer vermißt im Umkreis des Blocksberges wirklich den Prinzen?

Die Bücher mit Luise Bussert

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Geschichten aus diesen Büchern

Aus „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ Die Sage von der Rosstrappe Die Sage führt uns in die altersgraue Zeit, in welcher noch das gewaltige Geschlecht der Hünen den Harz bewohnte. Aus „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ Die Sage von der Teufelsmauer Meilenlang zieht sich am Ostrand des Harzes mitten durch die vorgelagerte Ebene ein steiler, schmaler Bergrücken hin, dessen Spitze von einer fortlaufenden Kette groteske Aus „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ Die Sage von der Walpurgisnacht In der letzten Aprilnacht findet in jedem Jahr auf dem Brocken, dem Blocksberg, ein schauerliches Spektakel statt: Der Teufel lädt seine Hexen zum Hexensabbat ein. Aus „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ Der Raubgrafenkasten zu Quedlinburg Weit ins graue Altertum hinein verliert sich der Ursprung der Stadt Quedlinburg; denn schon zur Zeit der alten Sachsen stand an der gleichen Stelle ein Dorf, Quitlingen g Aus „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ Die Daneilshöhle Es kam einmal, dass der alte steinerne Roland auf dem Markt zu Halberstadt ein Beichtvater wurde, und zwar der Beichtvater eines armen geängstigten Weibes, welches dadurch aus seinem Unglück gerettet wurde. Aus „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ Der Lügenstein zu Halberstadt Lange noch bevor Burkhard II., genannt Bischof Buko zur Herrschaft kam, legte Hilde gren, der erste Bischof zu Halberstadt, den Grundstein zur Domkirche auf einer Anhöhe, Aus „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ Der Regenstein Nördlich von Blankenburg erheben sich aus sandiger Fläche mächtige, schroffe Sandsteinfelsen, welche den Namen Reinstein oder Regenstein führen. Aus „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ Der Walfisch am Wernigeröder Schloss Bei einer großen Wasserflut, deren riesige Wellen auf ihrem Weg alles zerstört hatten, sichtete man nicht unweit des Wernigeröder Schlosses einen Walfisch. Aus „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ Die Zwerge von Wernigerode Rings um Wernigerode wohnten hunderte von Zwergen; in den Bergen, im Tiergarten, ja selbst in den Teichen hatten sie ihre Schlupfwinkel; dort, wo jetzt der Teichdamm sich Aus „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ Prinzessin Ilse Mächtiger denn heute ragte in alten Zeiten der Gipfel des Ilsensteins empor, damals, als er mit dem gegenüberliegenden Westernberge noch ein Ganzes bildete. Aus „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ Die Sage von der Harzburg Wechselvolle Schicksale sind über die Harzburg, die einstige Kaiserburg, dahingezogen. Aus „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ Wie Heinrich der Löwe zu seinem Namen kam Vorzeiten zog Herzog Heinrich, der edle Welfe, ins Gelobte Land. Aus „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ Die Bergwerke auf dem Rammelsberg Kaiser Otto, der Erste dieses Namens, hat oftmals nicht weit von Goslar auf der Harzburg seinen Hof gehalten. Aus „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ Die Entdeckung der Baumannshöhle Noch vor dem großen Krieg, der die deutschen Lande verwüsten sollte, lebte in Rübeland ein Bergmann mit Namen Friedrich Baumann. Aus „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ Die Osterjungfrau von Osterode Der Graf von Osterot war ein sehr reicher, außerordentlich tätiger und bedeutender Mann, der viel für das Land getan hatte. Aus „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ Die Sage von den Zwergen von Scharzfels Hoch oben, auf waldigem Berge erhebt sich die Ruine Scharzfels, eine mächtige, freistehende Klippenmasse, deren graues Gestein weithin schimmert über die Gipfel der Buchen. Aus „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ Die Sage vom Zwergenkönig Hübich In altersgrauer Zeit, als noch die Riesen auf Erden wandelten, ging einst ein solch gewaltiger Geselle bei Grund vorbei. Aus „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ Der Zaubersaal von Walkenried Anmutig, von hohen Bergen umschlossen, liegt das freundliche Dorf Walkenried, dessen Häuser von der mächtigen Ruine des ehemaligen Cistercienserklosters Walkenried überragt werden. Aus „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ Die Geistermesse zu Stolberg In Stolberg wird die Christmette zu Weihnachten in der Martinikirche am Christmorgen um halb sechs Uhr sehr feierlich gehalten. Aus „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ Die Sage vom Kyffhäuser Unter dem Kyffhäuser Berg schläft Friedrich Rotbart; er sitzt auf seinem Felsenthron am runden Steintische, den Kopf mit der Hand gestützt. Aus „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ Der Ring des Falkensteiners Vor vielen Jahren thronte auf hohem Felsenberg die Burg Arnstein. Aus „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ Der Teufelshund unter den Gegensteinen Nördlich von Ballenstedt erheben sich auf einer mäßigen Anhöhe zwei einzeln stehende Felsen als Fortsetzung der Teufelsmauer. Aus „Die schönsten Sagen aus dem Harz“ Die Hexe Watelinde im Bodetal Auf dem hohen Felsen, welcher links am Eingange in das untere Bodetal hoch in die Lüfte ragt und unter dem Namen Hexentanzplatz bekannt ist, lebte der Sage nach ein altes Zauberweib namens Watelinde.