Zum Inhalt springen
Bestseller

Bücher · Bildbände

Villenstadt Blankenburg

Glanz und Geschichte

von Andreas Pawel, Clemens Bussert

29,90 €

inkl. MwSt., versandkostenfrei

Das Besondere

Mit einem Geleitwort von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff: 42 der schönsten Blankenburger Villen aus Jugendstil und Gründerzeit, opulent fotografiert von Clemens Bussert.

Direkt aus dem Harz

Der Verlag sitzt in Quedlinburg, packt Ihre Bestellung selbst und schickt sie innerhalb von zwei Werktagen versandkostenfrei los.

Über das Buch

Wer unser Land und seine Geschichte verstehen will, kommt an der ehemaligen Residenzstadt Blankenburg im Harz nicht vorbei. Wenn dabei zugleich die höchst attraktiven Villen der Blütenstadt aus Jugendstil- und Gründerzeit und ihr Innenleben ins Zentrum der Wahrnehmung rücken, ist das Innehalten doppelt reizvoll.

Andreas Pawel als Autor und Clemens Bussert als Fotograf führen ihre Perspektiven zusammen. Hinter den erstmals faszinierend und opulent eingefangenen Fassaden der Blankenburger Villen und ihrem Interieur verbirgt sich ein reichhaltiges Panorama an Geschichten. Ob Familiengeschichte, Stadtgeschichte oder Jahrhundertgeschichte: Der Blankenburger Andreas Pawel kennt sie alle. Entstanden ist ein opulenter Bild- und Geschichtsband. Geschichte bekommt einen Ort. Wir begegnen bemerkenswerten Persönlichkeiten. Zu ihnen gehört ein weltbekannter Philosoph ebenso wie ein Seekriegsheld und Staatsarchivgründer, eine Tänzerin, ein Tunnelbauer und ein Musikaliensammler von europäischem Rang sowie Bürgermeister und Ministerpräsidenten. Wir treffen Investoren und Ideengebern für das Teufelsbad, einem Quell wirtschaftlichen Aufschwungs in der Stadt Blankenburg. Uns begegnen ein Dienstmädchen und ein Bäcker, der zu DDR-Zeiten das handwerkliche Wunder der Schwanentorte in seiner Villa vollbringt.

Das alles ist eingebettet in geschichtliche Dimensionen. Dieses Vermessen von Zeithorizonten kann unser kulturelles Erbe und Gedächtnis nachhaltig festigen. Dazu gehört die Pflege kultureller Artefakte wie der Blankenburger Villen. Sie zeugen von großartigen Leistungen und viel Mühen sowie von der Weitergabe überlieferter Fertigkeiten von Generation zu Generation. Etwas, woran man sich messen und wofür man dankbar sein kann. Die großformatigen Bilder der meist prachtvollen Villen wie zuweilen auch deren Substanzverlust und die sehr genau vom Fotografen gesehenen Details legen darüber ein beredtes und schönes Zeugnis ab.

Die disruptiven Brüche des 20. Jahrhunderts haben aber auch in Blankenburg ihre Spuren hinterlassen. Viele Villen zeugen davon. Sie erzählen aber auch von den Männern des Widerstands um Oberst Stauffenberg und den Ribbentropschen Rankünen bei Kriegsende. Sie erinnern an die Geschichte der nach Theresienstadt deportierten jüdischen Witwe und an die des NS-Stadtkommandanten, der den verheerenden amerikanischen Luftangriff auf die Stadt durch seine kompromisslose Haltung nachgerade provozierte. DDR-Geschichte wird in Gestalt des Erbauers der Rappbodetalsperre lebendig oder in den ungelösten Problemen des Wohnungsbaus. Darüber hinaus wird die friedliche Revolution mit all ihren Chancen und Möglichkeiten, auch den verpassten, im Hinblick auf den Umgang mit dem Villenerbe thematisiert.

Details zum Buch
Umfang
248 Seiten
Ausstattung
Hardcover gebunden, 248 Seiten mit vielen großformatigen Fotografien
ISBN
978-3-942115-78-0
Verlag
Bussert & Stadeler, Quedlinburg

Online-Blick ins Buch

Nobilität eines Firmensitzes und ein Präsident als Nachbar – Amalienstraße 3, Blankenburg Bis 1892 hieß die Straße Vogelgasse, danach führt sie bis heute den schönen Frauenvornamen, wahrschein lich nach Amalie Cotty, Ehefrau des Anton Cotty (1897), einem Teppichfabrikanten, möglicherweise aus Herford stammend. Die Villa Martha – Heinrichsweg 5, Blankenburg Carl Bähr jun. wurde am 8.6.1864 in Blankenburg als einziges Kind von Carl Wilhelm Heinrich und seiner Ehefrau Elisabeth (Elise) Bähr geboren. Vom Alumnat zur Geburtshilfe – Ehemalige Lindestraße 18, Blankenburg Das Eckgrundstück Lindestraße zur Helsunger Straße zeigt heute moderne Zweckbauten einer karitativen Einrichtung. Asyl in Blankenburg: Familie Hallervorden – Eichenberg 3, Blankenburg Bergwerksbesitzer Bielmann war mit den Braunkohlen gruben bei Harbke zu einigem Wohlstand gekommen. Ein Villen-Neubau ohne Allüren im Forstmeisterweg 2, Blankenburg Ein ästhetisch reizvoller Villenneubau wuchs hier in den Jahren 2003 bis 2005 empor. Gauleitersuizid und ein großer Streik – Gnauck-Kühne Straße 10, Blankenburg Der Bauunternehmer Carl Felsche erbaute diese schö ne Villa nach 1908 einzig zu dem Zweck der schnellen Weiterveräußerung. »Dat is dat Wahre« – Goldbachmühle, Blankenburg Der Name »Goldbach« suggeriert ein Reichtum ver sprechendes Gewässer, doch ist Gold hier schwerlich zu finden. Stadtkultur und ein Seeheld um die Ecke – Grefestraße 13/14, Blankenburg Ursprünglich als Eckwohnhaus von Konditoreibesitzer Friedrich Bestehorn konzipiert und bis nach 1945 auch so benannt, wurde das Haus zur Jahrhundertwende um 1900 zum Hotel umgebaut.

Das passt auch dazu