Deutschland ist ein Suppenland. So wie der Braten der Vater, so ist die Suppe die Mutter aller zubereiteten Speisen, weil die Suppe eine der ältesten Zubereitungen überhaupt ist, seit unsere Vorfahren das Feuer kannten.
Suppen machen glücklich, durch die harmonische Verbindung von Gewürzen und Zutaten sind sie Flüssignahrung und Heilmittel. Eine Kraftbrühe ist Krankenkost. Die Handschrift eines Koches ist die Suppe; ein Sternkoch kann aus einfachen Zutaten eine anspruchsvolle Suppe zaubern.
Heinrich Abel is kompabel (fähig), isst de Zuppe mit'r Gabel.
Sprichwort aus Wasserleben
Suppe ist ein Urelement der Küche und wurde als Bouillon auch die Ursuppe des Restaurants.
Jedes Land hat seine spezielle Suppe: Italien die Minestrone, die Ukraine Soljanka und Frankreich die Bouillabaisse. Und der Harz hat seine Hexensuppe und Hochzeitssuppe.
Bei den Gourmets ist die Suppe die kulinarische Ouvertüre, die Vorsuppe als Vorspeise: eine Brühe mit Einlagen. Suppe ist ein Essen für viele. Bei jedem Aufkochen wandelt sie sich – sie schmeckt immer besser. Nichts lässt sich schneller aufwerten als eine Suppe. Als Eintopfgericht ersetzt die Suppe eine vollständige Mahlzeit. Die als erster Gang des familiären Sonntagsmenüs etwas ins Abseits geratene Suppe erlebt derzeit eine Renaissance. Eine Suppe ist ein Meisterwerk kulinarischer Sparsamkeit. Man kann aus allem Suppe machen und dabei gut Reste verwerten, die heute oft so leichtsinnig weggeworfen werden. In Deutschland werden schätzungsweise 15 Millionen Tonnen
Lebensmittel und 5000 000 Tonnen Brot jährlich weggeworfen! Im Gegensatz dazu sterben täglich ungefähr
25 000 Menschen an Hunger!
Wer heute seine Suppe nicht isst, wird sie morgen wieder auf dem Teller haben.
Marion Gitzel
Harzer Hexentopf Eine deftige Spezialität
Runx Munx Ein Gemüse-Fleisch-Topf für 8 Personen
Neunersuppe für den Gründonnerstag Suppen und Zusammengekochtes
Kalte Kartoffel-Lauch-Suppe Für laue Sommerabende